Aktuelle Infos der Feuerwehr

Jahreshauptversammlung

Gründungsfeier Kinderfeuerwehr

06 Jan 2019

Der Streichholz-Führerschein ist schon in der Tasche

In Zell gibt es eine Kinderfeuerwehr — Spielerisch heranführen — Umgang mit Kübelspritze und Hydranten geübt

ZELL - Die neun Buben und sechs Mädchen der neuen Zeller Kinderfeuerwehr sprühen vor Begeisterung. Dieser Eindruck drängte sich bei der Gründungsfeier auf. Eigentlich gibt es die rührige Nachwuchstruppe schon seit gut einem halben Jahr. Bei der Übergabe des neuen Fahrzeugs hätte sie vorgestellt werden sollen – doch die zögert sich hinaus. Nun fiel der Startschuss an Heilig-Drei-König.

15 Buben und Mädchen bilden derzeit die Zeller Kinderfeuerwehr, die nun ihr Gründungsfest feierte. Lob für die rührige Nachwuchstruppe gab es von den Verantwortlichen.

Für die 15 Kinder zugleich ein krönender Abschluss der Weihnachtsferien. Die jungen Mitglieder genießen großen Rückhalt bei den Eltern, die zu der Veranstaltung in großer Zahl erschienen waren, was auch Hannes Stamminger als Vorsitzender der Wehr würdigte. Er gab zugleich einen Einblick in die Vorgeschichte der neuen Gruppe. 2017 hatte die damalige Jugendfeuerwehr zahlenmäßig einen Tiefpunkt erlebt. Sie habe sich aus geburtenschwachen Jahrgängen rekrutiert, die Interessen der Kameraden hätten sich zudem jenseits des Wehrwesens verlagert. Der Mitgliederstand tendierte "gegen null", so Stamminger – es folgte die Auflösung.

Der Neuanfang sei vor allem "zwei rührigen Damen" zu verdanken, lobte der Vorsitzende und meinte damit die beiden Kameradinnen Yvonne Heigl und Amelie Rybak, welche die Kinderfeuerwehr seit Juni 2018 betreuen. Vor dem inoffiziellen Startschuss hätten aber noch der rechtliche Rahmen gesetzt und die Satzung geändert werden müssen. So wurde etwa die Altersgrenze von zwölf Jahre aufgehoben. Zumindest nominell. Denn ihren Schutz bietet die Bayerische Versicherungskammer erst ab sechs Jahren an, womit nun dieses Alter die Untergrenze für die Teilnahme an der Kinderfeuerwehr darstellt.

In der Jahresversammlung im Januar 2018 gab es grünes Licht für die Gründung. Zum Leitsatz der neuen Gruppe wurde es, die Buben und Mädchen "spielerisch an die Ziele der Wehr heranzuführen", erklärte Stamminger. Auch mit den Kollegen aus Unterrödel sprach man sich ab, denn auch von dort sollen Kinder aufgenommen werden. Bald schien einem Gründungsfest zusammen mit der Fahrzeugweihe nichts mehr im Weg zu stehen. Doch das neue Auto kam und kam nicht, während die Kinder "schon Übungen abgehalten haben", blickte Stamminger zurück. So wurde die Jahresversammlung der Freiwilligen Feuerwehr 2019 zum offiziellen Termin für die Gründungsfeier. Für diese Forcierung hatten auch die Kinder selbst gesorgt, "die richtig Druck gemacht haben", zeigte sich Stamminger beeindruckt.

Erste kleine Anschaffungen seien schon getätigt worden, weitere folgten. Zudem wolle man sich mit benachbarten Wehren austauschen. Stelle sich der erhoffte Erfolg ein, werde die Wehr für zusätzliche personelle Unterstützung aus den eigenen Reihen sorgen. Das hörte wiederum Yvonne Heigl gerne, die kurz die sechs Gruppenstunden seit der Gründung im Juni 2018 Revue passieren ließ. Denn "wir freuen uns über viele weitere Kinder, sie sind die Zukunft der Wehr."

Bei den bisherigen Treffen haben die Kinder Feuerwehrhaus und -auto kennengelernt, die Einsatzkleidung unter die Lupe genommen sowie die "Streichholz-Führerscheine" I und II absolviert, die zum richtigen Umgang mit Kerzen und mehr ermuntern. Auch ein Hydrant wurde von den Buben und Mädchen geöffnet und durchgespült. Das Üben mit der Kübelspritze und eine Adventsfeier durften nicht fehlen. Zudem wurden Windlichter gebastelt. Heigl lud auch gleich zur nächsten Gruppenstunde am Montag, 28. Januar, 16.30 bis 17.30 Uhr, ein.

Zur Gründung gratulierte auch Hilpoltsteines Bürgermeister Markus Mahl. Die Kinderfeuerwehr in Zell sei nach der in Marquardsholz die zweite im Brandbezirk. Finanzielle Unterstützung gab es vom Rathauschef per Kuvert, die Versicherungskammer hatte schon ihren Obolus entrichtet.

Während all dieser Worte malten die Kinder selbst eifrig Bilder, die im Feuerwehrhaus ausgestellt werden sollen. Standesgemäß feierten die Buben und Mädchen in schicken roten Feuerwehrwesten. Eine weitere Kleiderausstattung gibt es vorerst nicht. Aus einfachem, praktischen Grund, wie Stamminger erläuterte. "Bis die Kleidung geliefert wird, könnte sie bereits zu klein sein." 

Modulare Truppmannausbildung im Brandbezirk Hilpoltstein

30 Nov 2018

HILPOLTSTEIN (bus) – (rod) ─ 17 Feuerwehrmänner und eine Feuerwehrfrau konnten nach ihrem bestandenen Test die Urkunde für die erfolgreiche Teilnahme  an der Feuerwehrgrundausbildung nach der Feuerwehr-Dienstvorschrift  2 (FwDV 2), der sie sich in den letzten knapp sechs Wochen unterzogen, in Empfang nehmen.

Hilpoltsteins Bürgermeister Markus Mahl, Kreisbrandinspektor Egbert Petz und der für die Grundausbildung in Landkreis Roth zuständige Kreisbrandmeister Hermann Kratzer, sowie der Kommandant der Stützpunktwehr Hilpoltstein, Jürgen Flierl betonten in lobenden Worten, dass diese Ausbildung der Grundstock für eine große Karriere bei der Feuerwehr sein könne. Sie dankten den Teilnehmern für ihren Fleiß und ihr Engagement und beglückwünschten sie zur bestandenen Prüfung bei der sie eine „tolle Leistung“ gezeigt haben. Bürgermeister Mahl freute es besonders, dass wenigstens eine Dame an der Ausbildung teilgenommen habe, da diese – gerade in den Dörfern – des Öfteren tagsüber für Einsätze zur Verfügung stünden. Mahl bat die Teilnehmer, auch künftig ihren Feuerwehren die Treue zu halten und in der Aus- und Fortbildung „dranzubleiben“.

Teilgenommen haben: Elias Gugel, Björn Potthoff und Julian Scheller – FF Hilpoltstein; Martin Heubusch, Thomas Rauer und Andreas Wagner – FF Jahrsdorf; Philipp Ehrenfried, Markus Fischer, Jonas Glaser und Simon Waldmüller – FF Karm; Matthias Heß und Markus Walter – FF Meckenhausen; Julian Pöllet von der FF Pierheim; Tobias Fries von der FF Sindersdorf; Maximilian Meier und Oliver Neßmann – FF Weinsfeld; sowie Yvonne Heigl und Matthias Amler von der Freiwilligen Feuerwehr (FF) Zell.

Nach dem Empfang der Teilnahmebescheinigungen stellten sich die Teilnehmer mit einem Teil der Ausbilder und Bürgermeister Mahl (rechts), KBI Petz (2. von links), sowie dem Stützpunktkommandanten Jürgen Flierl (links) einem Erinnerungsbild.