Alles zum Vereinsleben der Feuerwehr

Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Zell 1899-1999

Im Anschluss an die Übung der damaligen Pflichtfeuerwehr am 25. Juni 1899 haben sich 21 Männer von Zell zusammengefunden und die Freiwillige Feuerwehr Zell gegründet.

Die Gründungsniederschrift ist uns erhalten geblieben. Die technischen Löschmittel und Geräte haben sich vor allem im 20. Jahrhundert schnell fortentwickelt. Während noch vor der Jahrhundertwende mit Kübeln das notwendige Löschwasser an den Brandherd geschafft werden musste, bekam man in Zell schon bald eine Saug- und Druckspritze, die von Hand bedient werden konnte.

Doch die Technik nahm schon große Fortschritte. So veranlaßte die besondere  Verantwortung im Hinblick auf die Taubstummenanstalt dann im Jahre 1933 den damaligen Bürgermeister Xaver Gruber und die Gemeinderäte für die Freiwillige Feuerwehr Zell eine Motorspritze anzuschaffen. Es wurde eine Motorspritze der Marke "Magyrus". Voller Stolz sei erwähnt , dass diese die zweite Motorspritze im damaligen Landkreis war.

Über 30 Jahre später wurde dann im Jahre 1965 ein Tragkraftspritzenanhänger von der Firma Ziegler gekauft.

Der damalige Bürgermeister von Zell, Josef Wittenbauer und die Gemeinderäte erkannten wiederum eine Notwenigkeit dieser Anschaffung durch den weiteren Ausbau der Taubstummenanstalt (Heutiges Regens Wagner Zell). Um die angeschafften Geräte auch ordentlich unterzubringen, wurde ein neues Feuerwehrgerätehaus erbaut, das auch den damaligen Ansprüchen in Größe und Bauweise voll und ganz genügte. Neben dem Gerätehaus wurde eine unterirdische Löschwasserreserve angelegt, welche einen ständigen Wasserzulauf hat. Dieser Wasserbunker bildete neben einem vorhandenen Löschdeich eine beruhigende Wasserreserve für den Ernstfall.

Der weiter Ausbau der Regens Wagner Zell (moderne Bauelemente) veranlaßte Kommandant und Vorstandschaft über die Ausrüstung nachzudenken. Nach reiflicher Überlegung wurde anläßlich der Generalversammlung am 02. Januar 1981 an Herrn Bürgermeister Benz der Antrag auf ein Löschfahrzeug mit schwerer technischer Beladung gestellt.

Vor allem kam es auf den schweren Atemschutz an, damit die Feuerwehr bei Notfällen in den Gebäuden wirksam eingreifen kann. Dieser Antrag wurde noch im Jahre 1981 von den Stadträten genehmigt, wodurch das LF 8 mit schwerer Beladung noch im Herbst des gleichen Jahres bestellt werden konnte.

Neben vielen kleineren Einsätzen wurde die Feuerwehr Zell im September 1987 voll gefordert. Am Sonntag. den 20. September 1987 wurde die Feuerwehr zu einem Scheunenbrand in der Regens Wagner Stiftung gerufen. Obwohl es in der Scheune schon brannte konnte das Feuer noch rechtzeitig gelöscht und somit ein Großbrand, der sich auf die gesamte Stiftung hätte ausbreiten können, verhindert werden. Eine Woche später wurde wieder Feuer in diesem Landwirtschaftlichen Anwesen gelegt. Trotz des Einsatzes aller umliegenden Feuerwehren, mit einer Gesamtstärke von ca. 250 Feuerwehrleuten, konnte nicht verhindert werden, das ein Großteil des Hofes bis auf die Grundmauern niederbrannte. Es konnte jedoch mit Erfolg verhindert werden, das das Feuer auch auf die Wohngebäude, die den größten Gebäudekomplex der Stiftung bilden, übergriff.

Ein erfreulicher Höhepunkt in der Geschichte der Feuerwehr Zell war der Bau und die Einweihung des neuen Feuerwehrhauses. Nachdem das alte Feuerwehrhaus den Anforderungen nicht mehr genügte, wurde in Zusammenarbeit mit der Stadt Hilpoltstein und ihrem Bürgermeister Benz, sowie dem Kommandanten der FF Zell, Oskar Krach, der Umbau des Feuerwehrhauses mit integriertem Schulungsraum in Angriff genommen. Am Sonntag den, 27. August 1988 konnte das neue Feuerwehrhaus eingeweiht, und seitdem auch durch eine Vielzahl von Schulungen, Übungen und kameradschaftlichen Anlässen genutzt werden.

Die neueste Investition der Stadt Hilpoltstein für die FF Zell sind zehn Funkalarmierungsgeräte, die durch den damaligen Kommandanten Philipp Hirscheider beantragt, und im Frühjahr 1998 an die Feuerwehr Zell übergeben wurden.

Diese gewährleisten, das Gruppenführer und Atemschutzgeräteträger mit ihren speziellen Ortskenntnissen schnell am Einsatzort zur Verfügung stehen, was bei einem Objekt wie der Stiftung hier in Zell sehr wichtig ist, um auch in den kommenden Jahren Leben, Hab und Gut aller Einwohner in und um Zell zu schützen.